Open Innovation Toolkits in der Produktentwicklung : Kundenintegration als Potential der Wertanalyse.

By: Hüsch, AlexanderPublisher: : Diplomica Verlag, 2015Copyright date: ©2015Edition: 1st edDescription: 1 online resource (146 pages)Content type: text Media type: computer Carrier type: online resourceISBN: 9783958504981Subject(s): Diffusion of innovations.;Technological innovations -- Economic aspects.;Technological innovationsGenre/Form: Electronic books. Additional physical formats: Print version:: Open Innovation Toolkits in der Produktentwicklung: Kundenintegration als Potential der WertanalyseDDC classification: 658.514 LOC classification: HD45Online resources: Click to View
Contents:
Intro -- 1 Einleitung -- 1.1 Problematik -- 1.2 Zielsetzung -- 1.3 Vorgehensweise -- 2 Die Methode Wertanalyse -- 2.1 Zielsetzung der Wertanalyse -- 2.2 Objekte der Wertanalyse -- 2.2.1 Objektvoraussetzungen -- 2.2.2 Systemvoraussetzungen -- 2.3 Der Wertanalysearbeitsplan -- 2.3.1 Arbeitsschritt 0: „Vorbereitung des Projektes" -- 2.3.2 Arbeitsschritt 1: „Projektdefinition" -- 2.3.3 Arbeitsschritt 2: „Planung" -- 2.3.4 Arbeitsschritt 3: „Umfassende Daten sammeln" -- 2.3.5 Arbeitsschritt 4: „Funktionen-Analyse/Kosten-Analyse/Detailziele" -- 2.3.6 Arbeitsschritt 5: „Sammeln und Finden von Lösungsideen" -- 2.3.7 Arbeitsschritt 6: „Bewertung der Lösungsideen" -- 2.3.8 Arbeitsschritt 7: „Entwicklung ganzheitlicher Vorschläge" -- 2.3.9 Arbeitsschritt 8: „Präsentation der Vorschläge" -- 2.3.10 Arbeitsschritt 9: „Realisierung" -- 2.4 Kritische Beurteilung der Wertanalyse -- 3 Open Innovation -- 3.1 Definition und Entwicklung -- 3.2 Kernprozesse der Open Innovation -- 3.3 Kundenintegration zur Innovationserzeugung -- 3.3.1 Kundenmotivation -- 3.3.2 Wettbewerbsvorteile durch Kundenintegration -- 3.3.3 Kosten der Kundenintegration -- 3.4 Instrumente der Open Innovation -- 3.4.1 Lead-User-Methode -- 3.4.2 Open Innovation Toolkits -- 3.4.3 Innovationsplattformen -- 3.5 Analyse der unabhängigen Plattform „Atizo" -- 3.5.1 Beispiel zum Aufbau und Ablauf eines Atizo-Projektes -- 3.5.2 Struktur und Merkmale der Plattformmitglieder -- 3.5.3 Vergleich mit konkurrierenden Plattformen -- 3.5.4 Bewertung der Innovationsplattform Atizo Ideas -- 3.6 Bewertung des Einsatzpotentials IT-gestützter Open Innovation Toolkits für Produktentwicklungsprozesse -- 4 Einsatzpotential von Open Innovation Toolkits für die Wertanalyse -- 4.1 Notwendige Kriterien der Open Innovation Toolkits -- 4.2 Phasenabhängige Eignung der Toolkits -- 4.2.1 Betrachtung im Fuzzy Front End.
4.2.2 Betrachtung in der kreativen Schaffensphase -- 4.2.3 Betrachtung in der kreativen Bewertungsphase -- 4.3 Risiken des Einsatzes von Open Innovation -- 5 Zusammenfassung und Ausblick -- 6 Abkürzungsverzeichnis -- 7 Literaturverzeichnis.
Summary: Im Fokus dieser Studie steht die Analyse und Bewertung der Einsatzmöglichkeiten IT-gestützter Open Innovation Toolkits im Rahmen der Produktentwicklung nach dem Konzept der Wertanalyse. Eine eingehende Untersuchung soll aufzeigen, inwiefern der zehnstufige Arbeitsplan durch Methoden und Werkzeuge der Open Innovation ergänzt und weiter verbessert werden kann. Dabei stellt die Untersuchung Chancen und Risiken einer möglichen Implementierung interaktiver Produktentwicklung gegenüber und bewertet diese. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den frühen Phasen des Innovationsprozesses, da die Möglichkeiten zur Kostenbeeinflussung im Verlauf eines Entwicklungsprojektes stetig sinken und potentielle Änderungskosten überproportional zunehmen. Dieses Buch eruiert das praktische Einsatzpotential ausgesuchter IT-Toolkits und stellt sie in Form eines erweiterten, integrativen und plattformgestützten Wertanalysearbeitsplans dar. Die Integration des Konzeptes der Open Innovation in die Wertanalyse schafft zudem die Grundlage zur Entwicklung einer modernen und leistungsfähigen Methodik für die Produktentwicklung.   Auszug aus dem Text Textprobe: Kapitel 3, Open Innovation: Unternehmen stehen in der Verantwortung, ihre Entwicklungsprozesse zielgerichtet und möglichst effizient zu gestalten, um dem steigenden Wettbewerbsdruck standhalten zu können [RP06, S. 95]. Im Rahmen dessen ist bspw. die Wertanalyse ein geeignetes Instrument, neuen Produkten und Prozessen optimal zur Marktreife zu verhelfen [SS00, S. 1]. Dabei beschränkt sich die damit einhergehende Suche nach Innovationen lediglich auf das eigene Unternehmen und findet ausschließlich mithilfe der intern vorhandenen Ressourcen statt [RP06, S. 95]. Open Innovation eröffnet einen neuen Blickwinkel auf das vorhandene Innovationspotential und die dazu nutzbaren Ressourcen [Loh12, S. 2]. Im Gegensatz zumSummary: traditionellen Ansatz findet die Entwicklung nicht länger 'hinter verschlossenen Türen' statt, sondern wird durch Öffnung des Innovationsprozesses und unter Mithilfe externer Akteure (wie Kunden, Lieferanten, Universitäten) durchgeführt [HP09, S. 1]. Die Sichtweise einer reinen Kundenorientierung wird zum Leitbild einer ganzheitlichen Kundenintegration [Sch07, S. 31f]. In dem Zusammenhang wird gerade dem Internet ein hoher Stellenwert zugesprochen, da interessierte Kunden sich online vernetzen und über Produkte austauschen können [Bar09, S. 5]. Bei Misserfolgsraten von bis zu 70 % im Bereich der Konsumgüterindustrie [Bar10, S. 1] und gleichzeitig sinkender Budgets in der F&E [GE06, S. 132] macht es offensichtlich Sinn, den Kunden mit einzubinden. Unter der Annahme, dass Hersteller ihren Abnehmern zutrauen, das von ihnen angebotene Produkt aktiv und richtig zu nutzen, liegt die Vermutung nahe, dass interessierte Nutzer auch bei der Entwicklung hilfreich sein können [Sch07, S. 49]. Sinnvollerweise beginnt daher die Integration des Kunden bereits im Fuzzy Front End der Produktentwicklung [Bar09, S. 5]. 3.1, Definition und Entwicklung: Im Jahr 2003 hat erstmals HENRY CHESBROUGH den Begriff Open Innovation als solchen geprägt [Loh12, S. 1] und später nach seinem Verständnis definiert: 'Open Innovation is the use of purposive inflows and outflows of knowledge to accelerate internal innovation, and expand the markets for external use of innovation, respectively. This paradigm assumes that firms can and should use external ideas as well as internal ideas, and internal and external paths to market, as they look to advance their technology'[CVW06, S. 1]. Dabei bedeutet die Öffnung des Innovationsprozesses keineswegs, dass jegliches Know-How allen beteiligten Akteuren frei zugänglich gemacht wird, sondern lediglich, dass spezifische Kompetenzen wie bspw.Summary: Konstruktionsmerkmale eingebracht und nutzbar gemacht werden [Loh12, S. 2] [RP06, S. 96]. Laut einer Studie aus dem Jahr 2008 lohnt sich eine solche interaktive Vernetzung deutlich: Unternehmen, die das Prinzip der Open Innovation angewandt haben, konnten 25 % ihres Umsatzes durch Neuprodukte generieren, wohingegen alle anderen auf lediglich 10 % kamen [Loh12, S. 2]. Der Ablauf eines typischen OI-Prozesses kann dabei in drei Schritte eingeteilt werden. Im ersten Schritt muss das Unternehmen in Frage kommende Partner identifizieren und einen Austausch über gemeinsame oder überlappende Ideen initiieren. Im weiteren Verlauf wird die partnerschaftliche Entwicklung im s.g. Innovationscluster verwirklicht und letztlich auch vermarktet. Dazu muss im Verlauf des Projektes ein konzeptioneller Rahmen (möglicherweise durch Wertanalyse) geschaffen werden, um die Zielsetzung und die Aufgabenstellung konkret zu definieren [ZHH10, S. 198]. 3.2, Kernprozesse der Open Innovation: GASSMANN UND ENKEL haben im Jahr 2006 durch eine Datenanalyse von 124 mittelständischen und größeren Unternehmen drei Kernprozesse der Open Innovation identifiziert [GE06, S. 134f]: Den Outside-In Prozess, den Inside-Out Prozess und den Coupled Prozess, die im Folgenden kurz erläutert werden. Outside-In Prozess: Beim Outside-In Prozess wird das interne Wissen einer Unternehmung durch externes Know-How bspw. von Kunden, Lieferanten, Hochschulen oder strategischen Partnern ergänzt [GE06, S. 134]. Es werden hierbei entweder komplette Technologien oder lediglich unreife Ideen für Produkte oder Prozesse übertragen. Damit wird klar, dass nach der Auffassung der Open Innovation Orte der Wissensgenerierung und Orte der Innovationsentwicklung unabhängig voneinander sein können. Eine solche Integration externer Kenntnisse kann für das anwendende Unternehmen zu einer Kernkompetenz werden und fürSummary: deutlichen Wertzuwachs sorgen [Sch07, S. 216]. Gerade Unternehmen in weniger technologieintensiven Industrien versuchen auf diese Art, bspw. durch Spillover, aus höher technologisierten Sparten Innovationen zu generieren [GE06, S. 134]. Waren in der Vergangenheit noch vordergründig kleine Unternehmen auf Outside-In Prozesse angewiesen, um dadurch Entwicklungskosten einzusparen [IM12, S. 447], so ist heutzutage die Größe der Unternehmung kein relevantes Kriterium mehr [GE06, S.134]. Große Unternehmen wie bspw. Siemens, Procter & Gamble oder Tchibo nutzen das Potential externer Akteure [Ach09, S. 1f] mittlerweile ebenfalls. Bedeutsam ist hingegen die Art der Produkte: Stark modularisierte Produkte in technologieintensiven Branchen wie bspw. der IT-Branche haben einen hohen Bedarf an Innovationsideen, den sie zumeist nicht allein durch interne Ressourcen decken können [Fab08, S. 38]. Inside-Out Prozess: Durch den Inside-Out Prozess soll die Vermarktung der intern entwickelten Produkte durch einen nach außen gerichteten Ideenfluss verbessert werden. Lizenzierungen von Ideen unterstützen dabei eine wesentlich schnellere Time-to-Market und Technologien werden effizienter vervielfältigt (Technologiemultiplikation). Unternehmen, die bspw. ein leistungsfähiges neues Produkt entwickelt haben, aber nicht über die Reputation einer vertrauenswürdigen Marke verfügen, können sich über einen Inside-Out Prozess trotzdem am Markt platzieren [GE06, S. 134]. Als Beispiel eines solchen Vorgangs kann Teflon® angeführt werden, das vormals in großen Mengen für Weltraummissionen hergestellt wurde und heute hauptsächlich für Beschichtungen von Bratpfannen benutzt wird [Ger08, S. 188]. Durch solche industrieübergreifenden Ausnutzungen von Innovationen können Unternehmen möglicherweise nachgelagerte Gewinne einfahren [Fab08, S. 37f]. Im IT-Bereich etwa kann eineSummary: Produktionsstätte für schon veraltete Prozessoren bereits abgeschrieben sein, während für die Automobilindustrie der Stand der Technik noch ausreichend ist [GE06, S. 135]. Coupled Prozess: Strategische Allianzen oder Joint-Ventures nutzen eine Kombination der Internierung und Externalisierung von Wissen zum Zweck der gemeinsamen Entwicklung. Hauptsächlich Unternehmen, die eine Umsatzerhöhung durch Vermehrung anstreben, fokussieren einen Coupled Prozess mit dem Ziel brancheninterne Standards zu setzen [GE06, S. 135]. Dabei ist die Ausgeglichenheit zwischen Geben und Nehmen ein Schlüsselfaktor zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit [Tri13, S. 2]. 3.3, Kundenintegration zur Innovationserzeugung: Strategische Partnerschaften zur Optimierung von Entwicklungsabläufen oder verbesserter Ressourcenausnutzung sind zwischen Unternehmen heutzutage keine Seltenheit mehr. Aber den Endverbraucher als aktiven Leistungserbringer zu definieren, der als externe Wissensquelle den Innovationsprozess vorantreibt, ist ein sehr moderner Gedanke. ERIC VON HIPPEL analysierte erstmals 2005 die Beteiligung von Kunden an konkreten Entwicklungsvorgängen. Abhängig davon welcher Branche eine Firma angehört, schwankt der Anteil der durch eine Kundenidee angestoßenen Neuentwicklungen dabei zwischen 20 und 80 % [RP06, S. 120]. In der Sportgeräteindustrie werden 58 % und bei der Entwicklung wissenschaftlicher Messgeräte sogar 77 % aller Ideen vom Endnutzer eingebracht [Hip05, S. 21]. Dabei sind es in der Regel nicht nur einige wenige motivierte Kunden, sondern viele unterschiedliche Akteure innerhalb einer Branche, die entwicklerisch tätig werden. Der Hersteller muss die Vielzahl der Ideen seiner Kundschaft letztlich auf ihre Vermarktungsaussichten prüfen, in einem realen Produkt umsetzen und fertigen [RP06, S 122]. VON HIPPEL prägt in diesem Kontext den Begriff des customer-activeSummary: paradigm.
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Intro -- 1 Einleitung -- 1.1 Problematik -- 1.2 Zielsetzung -- 1.3 Vorgehensweise -- 2 Die Methode Wertanalyse -- 2.1 Zielsetzung der Wertanalyse -- 2.2 Objekte der Wertanalyse -- 2.2.1 Objektvoraussetzungen -- 2.2.2 Systemvoraussetzungen -- 2.3 Der Wertanalysearbeitsplan -- 2.3.1 Arbeitsschritt 0: „Vorbereitung des Projektes" -- 2.3.2 Arbeitsschritt 1: „Projektdefinition" -- 2.3.3 Arbeitsschritt 2: „Planung" -- 2.3.4 Arbeitsschritt 3: „Umfassende Daten sammeln" -- 2.3.5 Arbeitsschritt 4: „Funktionen-Analyse/Kosten-Analyse/Detailziele" -- 2.3.6 Arbeitsschritt 5: „Sammeln und Finden von Lösungsideen" -- 2.3.7 Arbeitsschritt 6: „Bewertung der Lösungsideen" -- 2.3.8 Arbeitsschritt 7: „Entwicklung ganzheitlicher Vorschläge" -- 2.3.9 Arbeitsschritt 8: „Präsentation der Vorschläge" -- 2.3.10 Arbeitsschritt 9: „Realisierung" -- 2.4 Kritische Beurteilung der Wertanalyse -- 3 Open Innovation -- 3.1 Definition und Entwicklung -- 3.2 Kernprozesse der Open Innovation -- 3.3 Kundenintegration zur Innovationserzeugung -- 3.3.1 Kundenmotivation -- 3.3.2 Wettbewerbsvorteile durch Kundenintegration -- 3.3.3 Kosten der Kundenintegration -- 3.4 Instrumente der Open Innovation -- 3.4.1 Lead-User-Methode -- 3.4.2 Open Innovation Toolkits -- 3.4.3 Innovationsplattformen -- 3.5 Analyse der unabhängigen Plattform „Atizo" -- 3.5.1 Beispiel zum Aufbau und Ablauf eines Atizo-Projektes -- 3.5.2 Struktur und Merkmale der Plattformmitglieder -- 3.5.3 Vergleich mit konkurrierenden Plattformen -- 3.5.4 Bewertung der Innovationsplattform Atizo Ideas -- 3.6 Bewertung des Einsatzpotentials IT-gestützter Open Innovation Toolkits für Produktentwicklungsprozesse -- 4 Einsatzpotential von Open Innovation Toolkits für die Wertanalyse -- 4.1 Notwendige Kriterien der Open Innovation Toolkits -- 4.2 Phasenabhängige Eignung der Toolkits -- 4.2.1 Betrachtung im Fuzzy Front End.

4.2.2 Betrachtung in der kreativen Schaffensphase -- 4.2.3 Betrachtung in der kreativen Bewertungsphase -- 4.3 Risiken des Einsatzes von Open Innovation -- 5 Zusammenfassung und Ausblick -- 6 Abkürzungsverzeichnis -- 7 Literaturverzeichnis.

Im Fokus dieser Studie steht die Analyse und Bewertung der Einsatzmöglichkeiten IT-gestützter Open Innovation Toolkits im Rahmen der Produktentwicklung nach dem Konzept der Wertanalyse. Eine eingehende Untersuchung soll aufzeigen, inwiefern der zehnstufige Arbeitsplan durch Methoden und Werkzeuge der Open Innovation ergänzt und weiter verbessert werden kann. Dabei stellt die Untersuchung Chancen und Risiken einer möglichen Implementierung interaktiver Produktentwicklung gegenüber und bewertet diese. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf den frühen Phasen des Innovationsprozesses, da die Möglichkeiten zur Kostenbeeinflussung im Verlauf eines Entwicklungsprojektes stetig sinken und potentielle Änderungskosten überproportional zunehmen. Dieses Buch eruiert das praktische Einsatzpotential ausgesuchter IT-Toolkits und stellt sie in Form eines erweiterten, integrativen und plattformgestützten Wertanalysearbeitsplans dar. Die Integration des Konzeptes der Open Innovation in die Wertanalyse schafft zudem die Grundlage zur Entwicklung einer modernen und leistungsfähigen Methodik für die Produktentwicklung.   Auszug aus dem Text Textprobe: Kapitel 3, Open Innovation: Unternehmen stehen in der Verantwortung, ihre Entwicklungsprozesse zielgerichtet und möglichst effizient zu gestalten, um dem steigenden Wettbewerbsdruck standhalten zu können [RP06, S. 95]. Im Rahmen dessen ist bspw. die Wertanalyse ein geeignetes Instrument, neuen Produkten und Prozessen optimal zur Marktreife zu verhelfen [SS00, S. 1]. Dabei beschränkt sich die damit einhergehende Suche nach Innovationen lediglich auf das eigene Unternehmen und findet ausschließlich mithilfe der intern vorhandenen Ressourcen statt [RP06, S. 95]. Open Innovation eröffnet einen neuen Blickwinkel auf das vorhandene Innovationspotential und die dazu nutzbaren Ressourcen [Loh12, S. 2]. Im Gegensatz zum

traditionellen Ansatz findet die Entwicklung nicht länger 'hinter verschlossenen Türen' statt, sondern wird durch Öffnung des Innovationsprozesses und unter Mithilfe externer Akteure (wie Kunden, Lieferanten, Universitäten) durchgeführt [HP09, S. 1]. Die Sichtweise einer reinen Kundenorientierung wird zum Leitbild einer ganzheitlichen Kundenintegration [Sch07, S. 31f]. In dem Zusammenhang wird gerade dem Internet ein hoher Stellenwert zugesprochen, da interessierte Kunden sich online vernetzen und über Produkte austauschen können [Bar09, S. 5]. Bei Misserfolgsraten von bis zu 70 % im Bereich der Konsumgüterindustrie [Bar10, S. 1] und gleichzeitig sinkender Budgets in der F&E [GE06, S. 132] macht es offensichtlich Sinn, den Kunden mit einzubinden. Unter der Annahme, dass Hersteller ihren Abnehmern zutrauen, das von ihnen angebotene Produkt aktiv und richtig zu nutzen, liegt die Vermutung nahe, dass interessierte Nutzer auch bei der Entwicklung hilfreich sein können [Sch07, S. 49]. Sinnvollerweise beginnt daher die Integration des Kunden bereits im Fuzzy Front End der Produktentwicklung [Bar09, S. 5]. 3.1, Definition und Entwicklung: Im Jahr 2003 hat erstmals HENRY CHESBROUGH den Begriff Open Innovation als solchen geprägt [Loh12, S. 1] und später nach seinem Verständnis definiert: 'Open Innovation is the use of purposive inflows and outflows of knowledge to accelerate internal innovation, and expand the markets for external use of innovation, respectively. This paradigm assumes that firms can and should use external ideas as well as internal ideas, and internal and external paths to market, as they look to advance their technology'[CVW06, S. 1]. Dabei bedeutet die Öffnung des Innovationsprozesses keineswegs, dass jegliches Know-How allen beteiligten Akteuren frei zugänglich gemacht wird, sondern lediglich, dass spezifische Kompetenzen wie bspw.

Konstruktionsmerkmale eingebracht und nutzbar gemacht werden [Loh12, S. 2] [RP06, S. 96]. Laut einer Studie aus dem Jahr 2008 lohnt sich eine solche interaktive Vernetzung deutlich: Unternehmen, die das Prinzip der Open Innovation angewandt haben, konnten 25 % ihres Umsatzes durch Neuprodukte generieren, wohingegen alle anderen auf lediglich 10 % kamen [Loh12, S. 2]. Der Ablauf eines typischen OI-Prozesses kann dabei in drei Schritte eingeteilt werden. Im ersten Schritt muss das Unternehmen in Frage kommende Partner identifizieren und einen Austausch über gemeinsame oder überlappende Ideen initiieren. Im weiteren Verlauf wird die partnerschaftliche Entwicklung im s.g. Innovationscluster verwirklicht und letztlich auch vermarktet. Dazu muss im Verlauf des Projektes ein konzeptioneller Rahmen (möglicherweise durch Wertanalyse) geschaffen werden, um die Zielsetzung und die Aufgabenstellung konkret zu definieren [ZHH10, S. 198]. 3.2, Kernprozesse der Open Innovation: GASSMANN UND ENKEL haben im Jahr 2006 durch eine Datenanalyse von 124 mittelständischen und größeren Unternehmen drei Kernprozesse der Open Innovation identifiziert [GE06, S. 134f]: Den Outside-In Prozess, den Inside-Out Prozess und den Coupled Prozess, die im Folgenden kurz erläutert werden. Outside-In Prozess: Beim Outside-In Prozess wird das interne Wissen einer Unternehmung durch externes Know-How bspw. von Kunden, Lieferanten, Hochschulen oder strategischen Partnern ergänzt [GE06, S. 134]. Es werden hierbei entweder komplette Technologien oder lediglich unreife Ideen für Produkte oder Prozesse übertragen. Damit wird klar, dass nach der Auffassung der Open Innovation Orte der Wissensgenerierung und Orte der Innovationsentwicklung unabhängig voneinander sein können. Eine solche Integration externer Kenntnisse kann für das anwendende Unternehmen zu einer Kernkompetenz werden und für

deutlichen Wertzuwachs sorgen [Sch07, S. 216]. Gerade Unternehmen in weniger technologieintensiven Industrien versuchen auf diese Art, bspw. durch Spillover, aus höher technologisierten Sparten Innovationen zu generieren [GE06, S. 134]. Waren in der Vergangenheit noch vordergründig kleine Unternehmen auf Outside-In Prozesse angewiesen, um dadurch Entwicklungskosten einzusparen [IM12, S. 447], so ist heutzutage die Größe der Unternehmung kein relevantes Kriterium mehr [GE06, S.134]. Große Unternehmen wie bspw. Siemens, Procter & Gamble oder Tchibo nutzen das Potential externer Akteure [Ach09, S. 1f] mittlerweile ebenfalls. Bedeutsam ist hingegen die Art der Produkte: Stark modularisierte Produkte in technologieintensiven Branchen wie bspw. der IT-Branche haben einen hohen Bedarf an Innovationsideen, den sie zumeist nicht allein durch interne Ressourcen decken können [Fab08, S. 38]. Inside-Out Prozess: Durch den Inside-Out Prozess soll die Vermarktung der intern entwickelten Produkte durch einen nach außen gerichteten Ideenfluss verbessert werden. Lizenzierungen von Ideen unterstützen dabei eine wesentlich schnellere Time-to-Market und Technologien werden effizienter vervielfältigt (Technologiemultiplikation). Unternehmen, die bspw. ein leistungsfähiges neues Produkt entwickelt haben, aber nicht über die Reputation einer vertrauenswürdigen Marke verfügen, können sich über einen Inside-Out Prozess trotzdem am Markt platzieren [GE06, S. 134]. Als Beispiel eines solchen Vorgangs kann Teflon® angeführt werden, das vormals in großen Mengen für Weltraummissionen hergestellt wurde und heute hauptsächlich für Beschichtungen von Bratpfannen benutzt wird [Ger08, S. 188]. Durch solche industrieübergreifenden Ausnutzungen von Innovationen können Unternehmen möglicherweise nachgelagerte Gewinne einfahren [Fab08, S. 37f]. Im IT-Bereich etwa kann eine

Produktionsstätte für schon veraltete Prozessoren bereits abgeschrieben sein, während für die Automobilindustrie der Stand der Technik noch ausreichend ist [GE06, S. 135]. Coupled Prozess: Strategische Allianzen oder Joint-Ventures nutzen eine Kombination der Internierung und Externalisierung von Wissen zum Zweck der gemeinsamen Entwicklung. Hauptsächlich Unternehmen, die eine Umsatzerhöhung durch Vermehrung anstreben, fokussieren einen Coupled Prozess mit dem Ziel brancheninterne Standards zu setzen [GE06, S. 135]. Dabei ist die Ausgeglichenheit zwischen Geben und Nehmen ein Schlüsselfaktor zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit [Tri13, S. 2]. 3.3, Kundenintegration zur Innovationserzeugung: Strategische Partnerschaften zur Optimierung von Entwicklungsabläufen oder verbesserter Ressourcenausnutzung sind zwischen Unternehmen heutzutage keine Seltenheit mehr. Aber den Endverbraucher als aktiven Leistungserbringer zu definieren, der als externe Wissensquelle den Innovationsprozess vorantreibt, ist ein sehr moderner Gedanke. ERIC VON HIPPEL analysierte erstmals 2005 die Beteiligung von Kunden an konkreten Entwicklungsvorgängen. Abhängig davon welcher Branche eine Firma angehört, schwankt der Anteil der durch eine Kundenidee angestoßenen Neuentwicklungen dabei zwischen 20 und 80 % [RP06, S. 120]. In der Sportgeräteindustrie werden 58 % und bei der Entwicklung wissenschaftlicher Messgeräte sogar 77 % aller Ideen vom Endnutzer eingebracht [Hip05, S. 21]. Dabei sind es in der Regel nicht nur einige wenige motivierte Kunden, sondern viele unterschiedliche Akteure innerhalb einer Branche, die entwicklerisch tätig werden. Der Hersteller muss die Vielzahl der Ideen seiner Kundschaft letztlich auf ihre Vermarktungsaussichten prüfen, in einem realen Produkt umsetzen und fertigen [RP06, S 122]. VON HIPPEL prägt in diesem Kontext den Begriff des customer-active

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