Pädagogisches Handeln in Kindertageseinrichtungen : Zur Bedeutung der Interaktion im Außengelände und im Gebäude.

By: Niebergall, TobiasPublisher: Hamburg : Diplomica Verlag, 2014Copyright date: ©2015Edition: 1st edDescription: 1 online resource (109 pages)Content type: text Media type: computer Carrier type: online resourceISBN: 9783842840294Subject(s): Day care centers -- Activity programs.;Early childhood education -- Activity programs.;Education, Preschool -- CurriculaGenre/Form: Electronic books. Additional physical formats: Print version:: Pädagogisches Handeln in Kindertageseinrichtungen: Zur Bedeutung der Interaktion im Außengelände und im GebäudeDDC classification: 362.712 LOC classification: HQ778.5 -- .N543 2015ebOnline resources: Click to View
Contents:
Intro -- 1. Einleitung -- 2. Die Bedeutung von Sensitivität im Handeln pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen -- 2.1. Sensitivität in der Eltern-Kind-Interaktion -- 2.2. Sensitivität in der Fachkraft-Kind-Interaktion -- 2.3. Zwischenfazit -- 3. Zusammenhang zwischen dem Handeln der pädagogischen Fachkräfte und den Raumbedingungen -- 3.1. Pädagogische Arbeit in Räumen -- 3.2. Pädagogische Arbeit im Außengelände -- 3.3. Raumbedingungen, die das Handeln pädagogischer Fachkräfte unterstützen -- 3.4. Zwischenfazit -- 4. Teilnehmende Beobachtung in einer Kindertageseinrichtung -- 4.1. Der Marihøna Kindergarten -- 4.2. Teilnehmende Beobachtung -- 4.3. Datenerhebung mit Videotechnik -- 4.4. Probleme bei der Durchführung -- 5. Auswertung der Videoaufzeichnungen -- 5.1. Videoaufzeichnungen sichten -- 5.2. Operationalisierung -- 5.3. Transkription der ausgewählten Sequenzen -- 5.4. Beschreibung der Szenen -- 5.5. Probleme bei der Auswertung -- 6. Diskussion der Ergebnisse der Videoanalyse -- 7. Fazit -- i. Literaturverzeichnis -- ii. Tabellenverzeichnis -- iii. Abbildungsverzeichnis.
Summary: In der täglichen Praxis im Kindergarten fällt auf, dass das Außengelände der Einrichtungen von den pädagogischen Fachkräften als ‚Extra -Raum', der nicht in das gesamte pädagogische Konzept einer Institution einbezogen, sondern für bestimmte eng begrenzte Aktivitäten genutzt wird, betrachtet wird. Weitere persönliche Erfahrungen zeigen, dass sich die Begleitung der kindlichen Aktivitäten durch die pädagogischen Fachkräfte im Gegensatz zum Kindergartengebäude im Außengelände stark reduziert. Dies wird mit der zu gewährleistenden Aufsichtspflicht und der im Außengelände stattfindenden Phase des Freispiels der Kinder gerechtfertigt. Eine solche Argumentation ist natürlich völlig unzulässig, da die pädagogischen Fachkräfte Freispielphasen natürlich auch im Kindergartengebäude und nicht nur im Außengelände zu initiieren haben. Weiterhin bedeutet Freispielphase der Kinder auch nicht, dass sich die pädagogischen Fachkräfte an dieser Stelle zurückziehen, um mit KollegInnen (im schlechtesten Falle über private Themen) ins Gespräch zu kommen ohne die Kinder zu beaufsichtigen (Aufsichtspflicht gewährleisten). Vielmehr sollten die Fachkräfte diese Phasen nutzen, um zwei der zentralen Aufgaben ihrer Arbeit in den Fokus zu rücken, nämlich die Begleitung und die Beobachtung und Dokumentation kindlicher Bildungsprozesse. Österreicher (2012) führt noch weitere zeitlich-organisatorische Aspekte an, die von den Fachkräften als Gründe genannt werden, das Außengelände nicht zu nutzen. Hierzu zählen unter anderem Personalnot, die bereits erwähnten ungünstigen Wetterbedingungen und Programmpunkte, die aufgrund eines bestimmten Bildungsverständnisses als wichtiger angesehen werden. Pädagogische Fachkräfte sollten also den Wert des Draußen-Seins erkennen und sich im Klaren darüber sein, dass ihr Handeln und die Interaktion mit einem Kind/den Kindern nicht nur imSummary: Kindergartengebäude, sondern auch im Außengelände von hoher Bedeutung ist. Im Fokus dieser Studie steht die Frage, wie sich Interaktionsmomente zwischen pädagogischen Fachkräften und einem Kind/ Kindern im Außengelände bzw. im Gebäude der Kita vollziehen und ob es zwischen beiden Settings qualitative Unterschiede gibt.
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Intro -- 1. Einleitung -- 2. Die Bedeutung von Sensitivität im Handeln pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen -- 2.1. Sensitivität in der Eltern-Kind-Interaktion -- 2.2. Sensitivität in der Fachkraft-Kind-Interaktion -- 2.3. Zwischenfazit -- 3. Zusammenhang zwischen dem Handeln der pädagogischen Fachkräfte und den Raumbedingungen -- 3.1. Pädagogische Arbeit in Räumen -- 3.2. Pädagogische Arbeit im Außengelände -- 3.3. Raumbedingungen, die das Handeln pädagogischer Fachkräfte unterstützen -- 3.4. Zwischenfazit -- 4. Teilnehmende Beobachtung in einer Kindertageseinrichtung -- 4.1. Der Marihøna Kindergarten -- 4.2. Teilnehmende Beobachtung -- 4.3. Datenerhebung mit Videotechnik -- 4.4. Probleme bei der Durchführung -- 5. Auswertung der Videoaufzeichnungen -- 5.1. Videoaufzeichnungen sichten -- 5.2. Operationalisierung -- 5.3. Transkription der ausgewählten Sequenzen -- 5.4. Beschreibung der Szenen -- 5.5. Probleme bei der Auswertung -- 6. Diskussion der Ergebnisse der Videoanalyse -- 7. Fazit -- i. Literaturverzeichnis -- ii. Tabellenverzeichnis -- iii. Abbildungsverzeichnis.

In der täglichen Praxis im Kindergarten fällt auf, dass das Außengelände der Einrichtungen von den pädagogischen Fachkräften als ‚Extra -Raum', der nicht in das gesamte pädagogische Konzept einer Institution einbezogen, sondern für bestimmte eng begrenzte Aktivitäten genutzt wird, betrachtet wird. Weitere persönliche Erfahrungen zeigen, dass sich die Begleitung der kindlichen Aktivitäten durch die pädagogischen Fachkräfte im Gegensatz zum Kindergartengebäude im Außengelände stark reduziert. Dies wird mit der zu gewährleistenden Aufsichtspflicht und der im Außengelände stattfindenden Phase des Freispiels der Kinder gerechtfertigt. Eine solche Argumentation ist natürlich völlig unzulässig, da die pädagogischen Fachkräfte Freispielphasen natürlich auch im Kindergartengebäude und nicht nur im Außengelände zu initiieren haben. Weiterhin bedeutet Freispielphase der Kinder auch nicht, dass sich die pädagogischen Fachkräfte an dieser Stelle zurückziehen, um mit KollegInnen (im schlechtesten Falle über private Themen) ins Gespräch zu kommen ohne die Kinder zu beaufsichtigen (Aufsichtspflicht gewährleisten). Vielmehr sollten die Fachkräfte diese Phasen nutzen, um zwei der zentralen Aufgaben ihrer Arbeit in den Fokus zu rücken, nämlich die Begleitung und die Beobachtung und Dokumentation kindlicher Bildungsprozesse. Österreicher (2012) führt noch weitere zeitlich-organisatorische Aspekte an, die von den Fachkräften als Gründe genannt werden, das Außengelände nicht zu nutzen. Hierzu zählen unter anderem Personalnot, die bereits erwähnten ungünstigen Wetterbedingungen und Programmpunkte, die aufgrund eines bestimmten Bildungsverständnisses als wichtiger angesehen werden. Pädagogische Fachkräfte sollten also den Wert des Draußen-Seins erkennen und sich im Klaren darüber sein, dass ihr Handeln und die Interaktion mit einem Kind/den Kindern nicht nur im

Kindergartengebäude, sondern auch im Außengelände von hoher Bedeutung ist. Im Fokus dieser Studie steht die Frage, wie sich Interaktionsmomente zwischen pädagogischen Fachkräften und einem Kind/ Kindern im Außengelände bzw. im Gebäude der Kita vollziehen und ob es zwischen beiden Settings qualitative Unterschiede gibt.

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