Weltoffen dank “weltwärts”? Zum Erwerb interkultureller Kompetenz am Beispiel des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes.

Moghaddami-Talemi, Nastaran.

Weltoffen dank “weltwärts”? Zum Erwerb interkultureller Kompetenz am Beispiel des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes. - 1st ed. - 1 online resource (96 pages)

Intro -- Abbildungsverzeichnis -- Tabellenverzeichnis I (Textteil) -- Tabellenverzeichnis II (Appendix) -- 1 Einleitung -- 1.1 Zur Geschichte internationaler Freiwilligendienste -- 1.2. Zur Wirkung von Freiwilligendiensten -- 2 Forschungsstand der interkulturellen Kompetenzwissenschaft -- 2.1 Ethnologische Perspektiven interkultureller Kompetenz -- 2.2 Das Verhältnis von Identität und interkultureller Kompetenz -- 2.3 Vorurteile und Stereotypisierungen im Freiwilligendienst -- 2.4 Verständnis von Kultur in der interkulturellen Kompetenzforschung -- 2.5 Konzepte interkultureller Kompetenz -- 2.6 Modelle und Entwicklungsprozesse interkultureller Kompetenz -- 3 Methoden zur Erfassung interkultureller Kompetenz -- 3.1 Überblick über gängige Fragebogenverfahren -- 4 Theorieteil -- 5 Methodisches Vorgehen -- 5.1 Sampling -- 5.2 Analysemethode und Operationalisierung der Variablen -- 6 Analyse -- 6.1 Beschreibung der Stichprobe -- 6.2 Univariate Analyse der Dimension interkulturellen Lernens -- 6.3 Bivariate Analyse -- 6.4 Auswertung der ExpertInnen-Interviews -- 6.5 Zusammenfassung der Analyseergebnisse -- 7 Fazit -- Literaturverzeichnis -- Appendix -- Fragebogen.

'Ich bin es, der sie beschreiben und der sie erschaffen wird', schrieb Bronislaw Malinowski über die Trobriander während seiner Feldforschung in den Jahren 1915-1918 in seine Feldtagebücher (Malinowski 1986:127). Die Kritik an der Ethnographie als einseitige Repräsentation des Fremden war eine der zentralen Debatten in der postmodernen Ethnologie (Stocking 1983; Rabinow 1986; Clifford 1988; Marcus 2002). Dieses Spannungsfeld zwischen Perspektive und Repräsentation beschreibt Appadurai in den Theorien über 'global ethnoscapes' als ein ethnographisches Dilemma (Appadurai 1989, 1996). Internationale Freiwilligendienstleistende bilden im Sinne der 'ethnoscapes' eine Landschaft von Personen, die sich ebenfalls in diesem Spannungsfeld befinden. Die intensive interkulturelle Begegnung einerseits und ihre Rolle als MultiplikatorInnen nach ihrer Rückkehr andererseits stellt die Freiwilligen vor Herausforderungen, deren erfolgreiches Meistern ein 'global mindset' und somit interkulturelle Kompetenz voraussetzt (Hammer 2011). Am Beispiel von 'weltwärts', dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), geht die vorliegende Studie der Frage nach, ob die Erfahrungen durch einen internationalen Freiwilligendienst eine Zunahme der interkulturellen Kompetenz bewirkt.

9783842822740


Culture.;Intercultural communication.


Electronic books.

HM621 -- .M644 2015eb

306